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Elke Pieper & Klaus Hurrelmann

 

Gefährdete Jugendzeit

 

Dieser Beitrag nimmt einen sozialisationstheoretischen Blickwinkel auf die Bedingungen ein, unter denen Jugendliche heute heranwachsen und die sie während ihrer Entwicklung angemessen bewältigen müssen. Ein Teil der Kinder und Jugendlichen lebt unter schwierigen Lebensbedingungen und gehört damit zu einer Risikogruppe, die häufiger Problemverhaltensweisen zeigt als die Heranwachsenden, deren Leben weitestgehend unproblematisch verläuft. Wie der Beitrag von E. Cloer betont, zeigen Hauptschüler und -schülerinnen eher schwierige Verhaltensweisen als andere Schülergruppen. Daher werden Lehrer und Lehrerinnen in Hauptschulen häufiger mit Problemverhalten bei ihren Schülern konfrontiert und sollten über Ursachen und Ausprägungen von Problemverhaltensweisen informiert sein. Das Wissen über die sozialen Entstehungsbedingungen von bestimmten Verhaltensweisen Jugendlicher erleichtert es, auf diese Problemlagen zu reagieren. Dieses Kapitel bezieht sich jedoch nicht speziell auf Hauptschüler und Hauptschülerinnen, sondern allgemein auf Forschungsergebnisse der Kindheits- und Jugendforschung.

Im ersten Abschnitt werden die Entwicklungsanforderungen aufgezeigt, die im Rahmen des Sozialisationsprozesses von Jugendlichen bewältigt werden müssen. Der zweite Abschnitt zeigt Veränderungen und Stressoren in den gesellschaftlichen Kontexten auf, die für Jugendliche besonders relevant sind. Im dritten Abschnitt werden Erscheinungsformen und Verbreitungsgrade von risikanten Verhaltensweisen referiert, die als Reaktion auf stressreiche Lebensbedingungen verstanden werden. Den Abschluss bildet ein Fazit, welches die Gedanken dieses Kapitels zusammenfasst.

 

 

1. Anforderungen an die Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher

 

In der Jugendphase steht jeder junge Mensch in unserem Kulturkreis vor der Aufgabe, sich in seine unmittelbare gesellschaftliche Umwelt zu integrieren (Integration) und zugleich zu einer konsistenten und stabilen Persönlichkeit zu finden (Individuation). Diese beiden Aufgaben können in erhebliche Spannung zueinander treten, da die Anforderungen aus dem Bereich der Integration den Anforderungen und Notwendigkeiten der Persönlichkeitsentwicklung zuwiderlaufen können. Zum Beispiel stehen die Anforderungen der Eltern nach Konformität mit gesellschaftlichen Normen, dem Wunsch eines Jugendlichen entgegen, einen eigenen Weg zu finden, der sich genau von dem der Eltern unterscheidet. Die Adoleszenz lässt sich in die folgenden sich wechselseitig beeinflussenden Prozesse unterteilen.

Integration bezieht sich auf die Akzeptanz und Anerkennung von gesellschaftlichen Normen, Werten und Anforderungen sowie auf die Übernahme und Gestaltung von gesellschaftlich definierten Rollen durch den Jugendlichen. Während der Adoleszenzphase werden Jugendliche in die wesentlichen Hand-lungskontexte der Gesellschaft durch ihre Funktionsträger, z.B. Organisationen, Institutionen, Medien etc., eingebunden. Jeder Heranwachsende soll seine ele-mentaren sozialen Fähigkeiten und Fertigkeiten (weiter-)entwickeln, damit die entstehenden komplexen Kompetenzen im schulisch-beruflichen, interaktiv-partnerschaftlichen, politisch-ethischen und kulturell-konsumorientieren Bereich den Übertritt in den Erwachsenenstatus ermöglichen. Als handelnde Subjekte gestalten die Jugendlichen aktiv die Übernahme von Normen und Werten der sie umgebenden Umwelt. Dies geschieht, indem sie mit bereits internalisierten Ein-stellungen, Meinungen und Vorstellungen von subjektiv verfügbaren Handlungs-möglichkeiten eine eigene Gestaltung von Rollen versuchen. Hier sind insbeson-dere die Rollen als Arbeitnehmer/in, Partner/in, Elternteil, Freund/in und Bür-ger/in zu nennen. Eine kritische Auseinandersetzung des oder der Jugendlichen mit den zur Verfügung stehenden Handlungskontexten und den darin herrschenden Normen und Werten sowie den möglichen Handlungsspielräumen für eine individuelle Aneignung der Umwelt ist notwendig. Eine Integration ist dann erreicht, wenn sich der Jugendliche so mit den Erfordernissen und Anforderungen, den Chancen und Risiken seiner sozialen Umwelt auseinandergesetzt und arran-giert hat, dass die individuelle Bedürfnisstruktur mit den Gegebenheiten der Um-welt möglichst positiv zur Deckung gebracht werden konnte.

Individuation hingegen ist das Resultat einer ständigen intrapsychischen Auseinandersetzung der Person mit der Sozial- und Wertstruktur seiner Umgebung und den sozialen und materiellen Lebensbedingungen (äußere Realität). Daraus erwächst eine bestimmte Deutung der Welt, die maßgeblich die Annahmen über sich selbst und die Konzeption von Einstellungen, Meinungen und Fähigkeiten beeinflusst (innere Realität).

Die gesellschaftliche Forderung nach der Ausbildung einer unverwechselbaren und konsistenten Persönlichkeit trifft aber auf eine zunehmend komplexe und vielfältige Gestaltung von Lebensbedingungen, die in der individualisierten Gesellschaft möglich sind. Ein Mangel an entlastenden kulturellen Selbstverständlichkeiten und Traditionen sowie eine ständig abnehmende Transparenz und Vorhersagbarkeit der Lebensumstände erzwingen den Entwurf eines individuellen Lebensplanes, dessen Entwicklung durch einen Mangel an Orientierung und Vorbildern und/oder individuellen Möglichkeiten deutlich erschwert wird und zu einer subjektiven Belastung führen kann. Der Prozess der Individuation ist dann weitestgehend abgeschlossen, wenn der Jugendliche durch die Auseinandersetzung mit der Umwelt eine einzigartige Persönlichkeit erworben hat, die sich in ihrer Gesamtheit durch bestimmte Einstellungen, Meinungen, Ressourcen und Fähigkeiten auszeichnet und den Jugendlichen für einen möglichst kompetenten Umgang mit den Anforderungen seiner individuellen Lebensbedingungen ausrüstet.

 

 

2. Veränderte Lebensbedingungen als Stressoren in der Jugendzeit

 

Der Prozess der Persönlichkeitsentwicklung eines Jugendlichen wird durch Wandlungsprozesse der Gesellschaft in zunehmendem Maße komplexer. Mit der Auflösung von traditionellen Sicherheiten, die als ein verbindlicher Lebensentwurf den Jugendlichen früherer Generationen als Orientierung zur Verfügung standen, sind sowohl Freiheiten als auch Unsicherheiten in der Bewältigung des eigenen Alltags und in der Gestaltung der Lebensentwürfe entstanden. Den Vorteilen von größeren Handlungsspielräumen und Gestaltungsmöglichkeiten steht die Verantwortung für das eigene zukünftige Leben gegenüber. Da das Individuum nunmehr selbst großen Einfluss auf die Entwicklung seiner Identität und (wenn auch in eingeschränktem Maße) auf seine Lebensumstände hat, ist es in immer zunehmendem Maße verpflichtet, die Verantwortung sowohl für einen Erfolg als auch für ein Versagen bei der Verwirklichung von Zielen zu übernehmen. In der Sozialisationsforschung werden vor allem Veränderungen des sozialen Nahraumes der Jugendlichen als relevant für veränderte Bedingungen des Aufwachsens gesehen. In den folgenden Abschnitten soll auf die Veränderung von Familienstrukturen, Freizeitgestaltung, Freundschaftsbeziehungen sowie veränderte Bedeutung der Schulabschlüsse eingangen werden.

 

 

2.1 Veränderung der Familienstrukturen

 

Eine Veränderung mit zentraler Bedeutung für das Jugendalter ist die Auflösung von sozialen Bindungen im Familienleben, die Erwachsenen freiere und lockere Formen von Partnerschaft ermöglicht. Für die Kinder dieser Familien kann Unsicherheit in Bezug auf Dauer und Stabilität oder eine Neu- bzw. Umgestaltung der elterlichen Beziehung ein sehr belastendes Erlebnis sein. Von einer Umstrukturierung der Familienkonstellation sind, je nach Alter, 20-30% der Jugendlichen betroffen. Viele Jugendliche durchleben dann eine Phase, in der sie bei nur einem Elternteil (in der Regel der Mutter) leben. Für einen Teil dieser Jugendlichen verändert sich die Familiensituation nochmals durch ein Hinzukommen eines Stiefelternteils. Von den Jugendlichen, die eine Trennung der Eltern erlebt haben und die nun in anderen Familienformen leben, wird ein hohes Ausmaß an Anpassungsfähigkeit an neue Familienstrukturen erwartet. Welche tatsächlichen Auswirkungen diese Umstrukturierung der Herkunftsfamilie hat, ist nur für jeden Einzelnen zu entscheiden. Für die einen kann es besser sein, dass die Trennung der Eltern die innerfamiliären Konflikte beendet, als dass die Beziehung aufrechterhalten wird und der Familienalltag von einem dauerhaft konfliktreichen Familienklima bestimmt wird. Für andere kann die Trennung jedoch zu einem traumatisierenden Erlebnis werden, z.B. weil sie zwischen den Eltern hin und her gerissen sind. Ebenso ist eine gelungene Neubildung von (Stief-)Familien durch den Zusammenschluss zweier Kernfamilien davon abhängig, ob die hinzukommenden Familienmitglieder akzeptiert und in die bestehende Familie integriert werden können. Mit der Trennung der Eltern tritt oft eine weitere Schwierigkeit für die bei dem Elternteil verbleibenden Familienmitglieder hinzu, nämlich die der sozialen Benachteiligung. Ein Drittel der Einelterfamilien lebt an oder unter der Armutsgrenze. Der größte Teil der Kinder und Jugendlichen, nämlich rund 80%, wächst jedoch mit beiden Eltern und meist auch mit einem oder mehreren Geschwistern auf und ist damit dieser Art Stressoren nicht ausgesetzt. Wenn die Familiengröße mehr als vier Personen umfasst, dann bedeutet dies häufig, dass die Familie in finanziell bedrängten Verhältnissen leben muss, denn die Kosten für ein Kind sind gegenwärtig mit etwa 500 bis 800 DM zu veranschlagen, so dass ein Normalverdienergehalt für eine gute finanzielle Absicherung des Lebensunterhaltes nicht mehr ausreicht. Von dieser strukurellen Armut sind 42% der Familien mit drei oder mehr Kindern in Ostdeutschland und 22% der kinderreichen Familien in Westdeutschland betroffen.

 

 

2.2 Veränderung der Freizeitgestaltung

 

Freizeit wird in zunehmendem Maße zu gestalteter Freizeit. Hierfür sorgt einerseits die Freizeitindustrie mit ihren vielfältigen Angeboten, andererseits die zunehmende Organisation der Freizeit durch Erwachsene, z.B. Erzieherinnen, Pädagogen, Vereinsmitglieder usw. Jugendliche haben daher oft einen hohen Anspruch an den Erlebnis- und Spannungswert ihrer Aktivitäten, die oft auch mit einem Wunsch nach körperlicher und emotionaler Grenzerfahrung gepaart sind. Diesem für die Jugendphase typischen Wunsch steht eine zunehmend erfahrungsarme und funktionsdifferenzierte Gestaltung (insbesondere des städtischen Raumes) gegenüber, die durch Wohnbedingungen, Bauplanung und Straßenverkehr die Jugendlichen in ihrer Suche nach Abenteuern und Aufregung einschränkt. Die Heranwachsenden erfahren und begreifen daher ihre Umwelt und darin herrschende Gegebenheiten immer weniger durch eigenes Erleben und Entdecken, sondern ihnen wird in zunehmendem Maße Wissen durch Medien vermittelt.

Bei einem zunehmendem Konsum von Medien steigt einerseits die Stimulation von sinnlichen Reizen und andererseits sinken die Anteile an Bewegung und taktilen Erfahrungen. Es wird also deutlich, dass sowohl ein zuviel an Medienerlebnis als auch ein zuwenig an realen Erlebnissen Stressoren im Bereich der Freizeit sein können. Ferner sei auf die Jugendlichen hingewiesen, deren Freizeit nicht mehr unbedingt diese Bezeichnung verdient, da sie ihre schulfreie Zeit mit anspruchsvollen Beschäftigungen verbringen, die ebenfalls einen hohen Leistungsanspruch haben. Eine Stressbelastung ist auch dann zu erwarten, wenn die Heranwachsenden zu viele Unternehmungen und Verpflichtungen haben, die ihnen keine Zeit mehr zum Abschalten lassen.

 

 

2.3 Veränderung der Freundschaftsbeziehungen

 

Im Gegensatz zu den früher üblichen Nachbarschaftsverbänden der Nachkriegszeit, in denen sich Kinder und Jugendliche in stabilen Gruppen zusammenfanden und in der Gestaltung des Spiels und der Berücksichtigung von Stärken und Schwächen aller Mitspielenden aufeinander angewiesen waren, können sich Jugendliche heute ihre Freunde stärker selbst auswählen. Dies geschieht vor allem über organisierte Freizeitaktivitäten in Vereinen, Diskotheken, Jugendtreffs usw. oder durch Zweckgemeinschaften in Betreuungsinstitutionen (Klassenverband, Hort etc.). Zweitens entstehen zunehmend durch die häufig zeitlich und örtlich weit auseinanderliegenden Aktivitäten Freundschaften, die an bestimmte Funktionen geknüpft sind. Heranwachsende nehmen einander zunächst einmal als Funktionsträger und dessen Leistungen in dieser Eigenschaft wahr. Ein genaueres Kennenlernen der positiven und negativen Persönlichkeitseigenschaften des anderen bedarf dann eines relativ großen Interesses und Aufwandes an Beziehungspflege. Wird diese Beziehungsarbeit nicht geleistet, dann bleiben diese Bekanntschaften unverbindlich und sind schnell durch andere Bekanntschaften mit Trägern der gleichen Funktion zu ersetzen. Die Aufnahme von dauerhaften und emotional befriedigenden Beziehungen zu Gleichaltrigen hängt einerseits von den Kompetenzen der Kontaktpflege und andererseits von den Möglichkeiten der Begegnungen ab. Die Relevanz von jugendlichen Beziehungen ist vor allem in Bezug auf die soziale Unterstützung bei der Deutung und Lösung von jugend-spezifischen Problemen und Anforderungen ablesbar. Mit der zunehmenden Ablösung vom Elternhaus gewinnen die Gleichaltrigen einen immer höheren Stellenwert. Eine fehlende Einbindung in ein Netzwerk Gleichaltriger führt zu Gefühlen der Einsamkeit, wirkt sich negativ auf das Selbstbild aus und stellt somit eine Dauerbelastung dar.

 

 

2.4 Veränderte Bedeutung der Schulabschlüsse

 

Die Veränderung der Schule zeigt sich vor allem in einer Intensivierung und Verdichtung der Leistungsanforderungen und Qualifikationsprozesse, die sich in einer Verlängerung der schulischen und beruflichen Ausbildung und in einem Aufschaukeln von Abschlusserwartungen niederschlägt. Bereits nach dem Übergang in die weiterführende Schule ist bei vielen Jugendlichen eine Angst wahrzunehmen, dass sie zu den Verlierern im Kampf um die Ausbildungsplätze gehören oder dass sie nur unzureichend qualifiziert sind. Diese Angst ist angesichts von 15% struktureller Arbeitslosigkeit eine sehr begründete Sorge, vor allem dann, wenn der oder die Jugendliche eine Haupt- oder Realschule besucht. Da sich diese Sorge lebenszeitlich früh manifestiert, häufig durch die Leistungserwartungen der Eltern ausgelöst oder verstärkt, können der Schulbesuch und normale Leistungsschwankungen zu einer extrem belastenden Erfahrung werden.

Die obigen Ausführungen machen deutlich, dass auch schon im Jugendalter die gesellschaftlichen Rahmen- und individuellen Lebensbedingungen als Risiken und Chancen in der Verwirklichung von Lebenszielen wirksam werden. Die Vor- und Nachteile, die mit den gesellschaftlichen Veränderungsprozessen bereits im Kindes- und Jugendalter auftreten, wirken sich auf die konkreten Verhaltensweisen der Jugendlichen aus. Dabei gibt es Jugendliche, die aufgrund ihrer Lebensbedingungen nur wenige Belastungsfaktoren zu bewältigen haben und andere Jugendliche, die gehäuft mit Schwierigkeiten konfrontiert werden und die in zunehmendem Maße auf diese Schwierigkeiten und Problemlagen mit gesundheitsgefährdenden oder abweichenden Verhaltensweisen reagieren. Dies betrifft vor allem Jugendliche, die nur wenig Rückhalt im Elternhaus oder in der Freundesclique haben, die schlechte schulische Leistungen erbringen, nur wenige Möglichkeiten einer für sie befriedigenden Freizeitgestaltung haben und in struktureller Armut leben.

 

 

3. Problemverhalten als Reaktion auf schwierige Lebensbedingungen

 

Die Jugendlichen, die von diesen Belastungen betroffen sind, sind häufig mit der Bewältigung dieser Anforderungen überfordert und reagieren mit problematischen und gesundheitsgefährdenden Verhaltensweisen, wie Drogenkonsum, Gewalt und psychosomatischen Störungen. Diese Problemverhaltensweisen führen zwar kurzfristig zu der gewünschten Reduktion von z.B. Überlastungswahrnehmung, Bewältigung von negativen Emotionen oder Stress, langfristig besteht jedoch die Gefahr, dass es zu gesundheitlichen Schäden, zu Integrationsproblemen in wichtige gesellschaftliche Bereiche oder zu einer Verzögerung der Persönlichkeitsentwicklung des Jugendlichen kommt. Insofern stellt Problemverhalten ein funktionales Verhalten zur kurzfristigen Entlastung in stressreichen Situationen dar, ist aber mit einem mehr oder weniger großen Risiko von z.T. gravierenden, langfristigen Konsequenzen verbunden. Es lassen sich drei Varianten von Problemverhalten beschreiben, die jedoch in der Realität nur selten in diesen klar definierten Formen zu finden sind. Diese drei Varianten, deren Häufigkeit in den letzten 10 - 20 Jahren zugenommen haben, werden im folgenden besprochen.

 

 

3.1 Die innengerichtete Variante

 

Die innengerichtete Variante umfasst vor allem psychosomatische und emotionale Belastungszustände. Zur Gruppe der psychosomatischen Beeinträchtigungen gehören vegetative, physiologische und bereichsspezifische Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Nervosität und Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten sowie Kreuz- und Rückenschmerzen. Die emotionalen Belastungen finden ihren Ausdruck hingegen in anomischen Gefühlen (wie Angst, Einsamkeit und Hilflosigkeit), in Überforderung (z.B. Müdigkeits-, Erschöpfungs-, Stresswahrnehmung). Diese unspezifischen Zustände, die mit einer Überforderung der körperlichen, seelischen und sozialen Regelkreise und Bewältigungskapazitäten zu tun haben, sind u.a. mit einem hektischen Tagesrhythmus, mit Überforderung in den Bereichen Schule und Freizeit verbunden sowie Problemen in der Familie. Die Auswertung eines für die Bundesrepublik Deutschland repräsentativen Jugendgesundheitssurveys mit Daten von 1993 zeigte, dass sich über die Hälfte der Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren in den neuen und alten Bundesländern gestresst, erschöpft und müde fühlen. Dieses Ergebnis weist darauf hin, dass sich Jugendliche mit ihrer Lebenssituation überlastet fühlen. Allerdings stehen diese Befunde einer durchaus guten bis sehr guten Einschätzung des eigenen Gesundheitszustandes durch die Jugendlichen selbst gegenüber. Dies wird als ein Hinweis darauf interpretiert, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen zum Alltag von Jugendlichen gehören und sich nur wenig in der Beurteilung des eigenen Gesundheitszustandes niederschlagen.

Die innengerichtete Variante erscheint als eine typisch weibliche Ausprägung der Problembearbeitung. In vielen Fällen wird mit Medikamentenkonsum (ärztlich verordnet oder selbst initiiert) auf das körperliche Unwohlsein reagiert, ohne bei den Ursachen der Belastung anzusetzen. Diese können in der modernen Lebensweise mit ihren vielfachen Anforderungen und Ansprüchen an Selbständigkeit und Lebensgestaltung liegen, aber auch in widersprüchlichen Rollenkonflikten, z.B. zwischen Vollberufstätigkeit und Hausfrauendasein, Ansprüchen an Familienleben und Selbstverwirklichung.

 

 

3.2 Die aussengerichtete Variante

 

Der Gegenpol zur der obigen Variante ist eine nach aussen gerichtete Form der Verarbeitung von Belastungen durch Aggression und Gewalt. Viele Kinder und Jugendliche sind hin und wieder an Auseinandersetzungen mit Körpereinsatz beteiligt. Allerdings zeigt nur ein kleiner Teil der Jugendlichen gewalttätiges Verhalten dauerhaft und extrem, so dass von einer Verhaltensstörung gesprochen werden kann. Diese Verhaltensstörung tritt bei etwa 9% der Jungen und 2% der Mädchen auf. Studien aus Gewaltforschung und Kriminologie zeigen, dass nicht die klassischen sozialen Faktoren, wie soziale Benachteiligung und ethnische Zugehörigkeit, für jugendliche Gewalt erklärungskräftig sind, sondern vielmehr situationsbezogene Aspekte, Gelegenheitsstrukturen und individuelle Begründungen mit dem Auftreten von Gewalt zusammenzuhängen. Hierbei scheinen vor allem die Wahrnehmung von verringerten Lebenschancen und Selbstverwirklichungsmöglichkeiten bei Jugendlichen dazu zu führen, dass sie eher bereit sind, Gewalt zur Erreichung von für sie sehr relevanten Zielen zu akzeptieren, als dies bei Jugendlichen der Fall ist, die ihre Selbstverwirklichungsmöglichkeiten positiv einschätzen. Weitere Faktoren sind im schulischen Bereich zu verorten, vor allem ein negatives Schulklima und ein distanziertes Sozialklima sowohl zwischen den Lehrkräften und den Schülern als auch zwischen den Schülern selbst. Weitere negative Einflüsse werden in der Zugehörigkeit zu einer delinquenten Bezugsgruppe sowie im Alkohol- und Drogenkonsum gesehen, der die Schwelle für die Gewaltbereitschaft senkt.

In den letzten Jahren wird dem Phänomen "Gewalt in der Schule" sowohl in den Medien als auch in der Forschung vermehrt Aufmerksamkeit zuteil. Die Medien konstatieren eine Zunahme von schwerer Gewalt in den Schulen und deren Umfeld, z.B. Erpressungen, tätliche Übergriffe unter den Schülern und von Schülern gegen Lehrkräfte, Waffenbesitz usw. Die neueren erziehungswissenschaftlichen Studien, die sich mit dem Phänomen auseinandersetzen, können eine solch dramatische Zunahme von körperlicher Gewalt nicht belegen. Die am häufigsten verbreiteten Formen von Gewalt sind leichte Aggressionsformen, die fast alle Schüler und Schülerinnen erleben, vor allem verbale Aggressionen, z.B. Beleidigungen und Beschimpfungen sowie leichte Sachbeschädigungen oder Entwendung des Eigentums anderer Schüler. Beschädigungen des Schuleigentums treten ebenfalls häufig auf.

Betrachtet man jedoch nur die körperlichen Gewaltformen, die durchaus zu beobachten ist, dann lässt sich die Hierarchie der Schulformen relativ ungebrochen wiederfinden. Die Sonderschule für Lernbehinderte steht an der Spitze in der Häufigkeit der körperlichen Gewaltausübungen durch die Schüler, gefolgt von der Hauptschule; das Gymnasium steht am anderen Ende der Skala. Real- und Gesamtschulen liegen dazwischen. Diese Hierarchie nach Leistung spiegelt sich auch auf der Individualebene: leistungsschwache Schüler sind weit häufiger in Gewalthandlungen verwickelt als andere.

Das Alter der Heranwachsenden spielt eine bedeutende Rolle bei der Verwicklung in aggressive oder gewaltförmige Aktionen. Die Altersgruppe der 13-15jährigen, also die Schüler der achten und neunten Klasse, scheinen besonderes gewaltbereit zu sein. Danach nimmt die Häufigkeit der Gewalthandlungen wieder ab. Es scheint so, als wären vor allem männliche Heranwachsende in diesem Alter, insbesondere solche mit schulischen Leistungsproblemen, besonders häufig in Gewalthandlungen involviert.

 

 

3.3 Die ausweichende Variante

 

Die ausweichende Variante stellt eine Mischform aus den beiden bisher genannten problematischen Stressbewältigungsformen dar. Sie kann sowohl der Versuch sein, sich bestimmten Anforderungen durch Rückzug zu entziehen oder aber durch vermehrte Anstrengungen (trotz einer Überforderung) den Ansprüchen doch noch gerecht zu werden.

Ein typisches Verhalten dieser Variante ist der Konsum von psychoaktiven Substanzen, also von Stoffen zur Manipulation des zentralen Nervensystems. Neben dem Konsum von Zigaretten und Alkohol, ist zunehmend auch der Konsum von anregenden und aufputschenden Arzneimitteln und (illegalen) Substanzen zu verzeichnen. Die Motivation für einen Drogenkonsum beinhaltet neben dem Wunsch nach einem körperlichen (Rausch-)Erlebnis auch soziale und psychische Funktionen. Die Funktionen können einerseits eher sozial motiviert sein, z.B. eine Verletzung der altersspezifischen Grenzen für legalen Drogen-konsum mit dem Ziel den Erwachsenenstatus vorwegzunehmen, ein Versuch sein, sich von den Normen und Werten der Erwachsenenwelt abzugrenzen, die Möglichkeit sich in eine Clique zu integrieren sowie eine (Selbst-)Darstellung eines subkulturellen Lebensstils sein. Andererseits kann der Drogenkonsum eine eher psychologische Funktion erfüllen, d.h. er kann ein Versuch sein, sich Entspannung und Erleichterung in Leistungs-, Konflikt- und Problemsituationen zu verschaffen. Die verschiedenen Drogen werden jedoch mit unterschiedlicher Häufigkeit und Intensität von den Jugendlichen genutzt.

 

 

3.4 Illegale Drogen

 

Der Suchtbericht des Jahres 1997 gibt genauere Auskunft über die Verbreitung des Konsums illegaler Drogen. Insgesamt wird eine Zunahme der Probierbereitschaft bei den Jugendlichen festgestellt; für Ecstasy, Kokain und Heroin ist die Probierbereitschaft allgemein in der Altersgruppe zwischen 12 und 25 zwischen den Jahren 1990 und 1995 gestiegen.

Die am häufigsten konsumierte illegale Droge ist Cannabis. für die anderen Drogen liegt die Dunkelziffer sehr hoch. Man geht aber davon aus, dass ungefähr jeder Fünfte in der Altersgruppe von 18 bis 35 Jahren Erfahrungen mit mindestens einer illegalen Droge gemacht hat. Nur knapp 8% der befragten Personen geben an, andere Drogen als Cannabis probiert zu haben. Diese sind vor allem Heroin, Kokain, LSD, Amphetamine und Ecstasy. Ecstasy ist für die Konsumenten im Alter zwischen 18 und 24 von Interesse, es sind ca. 5% der Ecstasy-Konsumenten zwischen 14 und 18 Jahren.

Der Konsum von illegalen Drogen ist bei Männern deutlich häufiger anzutreffen als bei Frauen, so dass bei der Betrachtung des Problemverhaltens "illegaler Drogenkonsum" dieser deutliche geschlechtsspezifische Unterschied beachtet werden sollte. Insgesamt stellt der Gebrauch illegaler Drogen für den größten Teil der Jugendlichen kein attraktives Bewältigungsverhalten dar.

 

 

3.5 Legale Drogen

 

Der Konsum von legalen Drogen ist jedoch weit verbreitet. Die Studie von Kolip, Nordlohne & Hurrelmann (1995) gibt Auskunft über die Steigerung des Alkoholkonsums mit zunehmendem Alter der Befragten. Während in der Jahrgangsstufe 7 der Anteil derjenigen, die noch nie Alkohol getrunken haben, bei 29% liegt, sinkt dieser Anteil der Befragten, die auch in der 9. Jahrgangsstufe noch nie Alkohol probiert haben, auf 9%. Dagegen steigt der Anteil der gelegentlichen Konsumenten von 21% in Jahrgang 7 auf 56% im Jahrgang 9. In Studien jüngeren Datums wird eine Angleichung in den Konsummustern von Mädchen und Jungen festgestellt. Diese bezieht sich aber vor allem auf die Lebenszeitprävalenz, d.h. ob überhaupt alkoholische Getränke konsumiert werden oder nicht, und auf den gemäßigten Konsum. Dabei sind Bier und Wein das am häufigsten bzw. am zweithäufigsten getrunkene alkoholische Getränk. Harte Spirituosen und Longdrinks werden sehr viel seltener konsumiert und spielen mit einem Anteil von 3% eine eher periphere Rolle. Für Bier und Wein ergibt sich eine Geschlechterdifferenz. Bereits im Jugendalter wird Bier vor allem von den Jungen getrunken, während Mädchen eher Wein bevorzugen. Alkoholkonsum scheint vor allem für Jungen eine Möglichkeit zu sein, eine Integration in eine Clique zu erreichen. Gemeinsame z. T. exessive Trinkerlebnisse stellen eine Form der Demonstration von Männlichkeit und Erwachsensein dar, sind männliche Mutprobe und Grenzerfahrung von körperlicher Leistungsfähigkeit und Standfestigkeit. Für Mädchen bietet der Alkoholkonsum aufgrund der gesellschaftlichen Rollendefinition solche Funktionen nicht, so dass sich der Konsum eher auf Gelegenheiten beschränkt, bei denen es auch für Mädchen gesellschaftlich toleriert ist, dass sie kleine Mengen konsumieren. Der Kontrollverlust eines Rausches ist für Mädchen mit mehr Prestigeverlust verbunden als für Jungen und wird daher von den Mädchen eher vermieden. Tabakkonsum scheint hingegen seine Rolle als jugendtypisches Statussymbol zu verlieren. Der Anteil der Raucher und Raucherinnen hat sich in den vergangenen Jahren bei 15% eingependelt. Lediglich 6% rauchen regelmäßig. Allerdings zeigen erste empirische Belege, dass die Jugendlichen, die rauchen, mit stärkerer Intensität rauchen. Über 40% der gelegentlichen und regelmäßigen Raucher rauchen täglich, die Hälfte davon mehr als fünf Zigaretten. In neueren Studien sind nur noch geringe Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Heranwachsenden zu finden. Die Mädchen sind beim Zigarettenkonsum mit den Jungen sowohl bei der Konsumhäufigkeit als auch bei der Konsumintensität gleichgezogen.

 

 

4. Schlussbemerkung

 

Der Großteil der Kinder und Jugendlichen kommt mit den heutigen Lebens- und Sozialisationsanforderungen gut zurecht und hat die Herausforderung angenommen, die in der sozialen Emanzipations- und Anpassungsleistung an gesellschaftliche Gegebenheiten ihrer Altersgruppe liegt. Sie schaffen es mit der Unterstützung von Familie, Freunden und Lehrern ihre Selbstdefinition und Lebensge-staltung so in die eigenen Hände zu nehmen, dass man von einer gelungenen Sozialisation sprechen kann.

Für die übrigen Jugendlichen sind die Bedingungen des Aufwachsens belastend und schwierig gestaltet. Die Schwierigkeiten, mit denen sie fertig werden müssen, können sich vor allem im Elternhaus, in den Freundschaftsbeziehungen, in der Freizeitgestaltung und in der Schulausbildung manifestieren. Die Kinder und Jugendlichen, die diese Schwierigkeiten zu bewältigen haben, fühlen sich häufig von diesen Anforderungen überfordert. Sie reagieren daher in zunehmendem Maße mit problematischen Verhaltensweisen. Diese Verhaltensweisen sind zwar kurzfristig entlastend, lassen aber die Ursache der Probleme und Schwierigkeiten unangetastet, so dass die Belastungen eher noch wachsen als abnehmen. Verschiedene Gruppen von Jugendlichen sind unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt, z.B. reagieren Mädchen anders auf Überforderung und wählen daher oft andere problematische Bewältigungsstrategien als Jungen.

Kinder und Jugendliche, die Problemverhaltensweisen zeigen, signalisieren damit (bewusst oder unbewusst), dass ihre Bewältigungskapazitäten ausgeschöpft und überfordert sind. Eine Herausforderung an die Erwachsenen ist es nun, die Jugendlichen, die als gefährdet gelten können oder bereits Problemverhalten zeigen, bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation zu unterstützen, so dass auch sie eine lohnende Zukunftsperspektive und eine gefestigte Persönlichkeit entwickeln können, die es ihnen ermöglicht, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

 

 

 

Anmerkungen

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